NOx-Sensor-Funktion: Warum es zwei davon gibt
Moderne BMW-Diesel ab Euro 6 (B47, B57 ab 2014, manche N47/N57 ab 2013) haben ein SCR-System (Selective Catalytic Reduction) zur NOx-Reduktion. Dabei wird AdBlue (Harnstofflösung) in den Abgasstrom eingespritzt, das im SCR-Kat mit NOx zu Wasser und Stickstoff reagiert. Damit das System exakt dosieren kann, sitzt ein NOx-Sensor vor dem SCR-Kat (misst Rohemission) und einer dahinter (misst Restemission und damit Wirkungsgrad). Der Vorkat-Sensor steuert die AdBlue-Dosierung, der Nachkat-Sensor überwacht den Erfolg. Wenn einer der beiden defekt ist, schaltet das Auto in Notlauf und startet einen Countdown (typisch 800–1.200 km Restreichweite), nach dem das Fahrzeug nicht mehr startet. Das ist gesetzlich vorgegeben (EU-Verordnung), nicht eine BMW-spezifische Schikane. Konstruktiv sind die Sensoren teure Continental- oder Bosch-Bauteile mit eigener Heizung und einer kleinen Elektronik im Stecker. Lebensdauer 80.000–180.000 km – danach Verschleißteil-Wechsel fällig.